Kordeln und Bänder - Ein besonderes Risiko
Kordeln und Bänder an Kapuzen, Pullover und Jacken stellen ein ganz besonderes Risiko dar. Man kann leider immer noch viel zu oft von Unfällen dieser Art mit tödlichem Ausgang hören. In solchen Fällen bleiben die Kordeln und Bändern in Ritzen, Rillen und Spalten stecken. Oft verstecken sich gerade hinter den alltäglichen Situationen die Gefahren: Spielplätze, Automatik- und Schulbustüren, Rolltreppen, Speichen, Zäune etc.
In vielen skandinavischen Staaten, der USA und Großbritannien dürfen Kordeln und Bänder nicht mehr Bestandteil von Kinderkleidung sein. In Mitteleuropa gibt es so eine Regulierung noch nicht und man sollte am Besten selbst beim Kauf darauf achten.
Ein Schritt in die richtige Richtung wurde mit einer Spielgerätenorm für Spielplätze gemacht. Demnach soll die Norm die Gefahr einer Strangulierung verhindern beziehungsweise minimieren.
Jedoch existiert in Deutschland eine sogenannte Selbstverpflichtungserklärung. Diese besagt, dass man innerhalb der deutschen Textilindustrie auf Kordeln an Kinderkleidung verzichtet. Da es sich hierbei nur um eine freiwillige Vereinbarung handelt, kommen nicht alle Hersteller der Abmachung nach.
Als Elternteil kann man sich am Besten selbst helfen, indem man bereits beim Kauf auf kordel- und bänderfreie Kleidung achtet oder gegebenenfalls kürzt. Weiterhin wäre es auch möglich, die Kordeln zunächst in der Mitte durchzuschneiden und anschließend nur locker wieder zusammennäht. Das hat zur Folge, dass dieses Band in Gefahrensituationen leichter reißen kann. Eine weitere Alternative wäre das Ersetzen der Kordel durch ein Gummiband oder einen Klettverschluss.
